Unser perfekter Hochzeitstanz – bloß wie?

Hochzeitstanz

Endlich: Der schönste Tag eures Lebens steht vor der Tür. Du hast dein Kleid ausgewählt – oder euren Smoking – es steht alles fest. Nur eins lässt euch noch kalte Füße bekommen: Der Hochzeitstanz. Wie sieht er aus, der perfekte Hochzeitstanz? Eine kleine Faustregel: Der Tanz an eurem schönsten Tag soll euch beide repräsentieren. Er soll zeigen, wer ihr seid und was ihr liebt. Schließlich wird es das sein, woran ihr euch noch ein Leben lang erinnern werdet. Unser perfekter Hochzeitstanz – bloß wie? Mit diesem Blogbeitrag wollen wir euch ein Stück weit die kalten Füße nehmen und zeigen, wie ihr den für euch perfekten Tanz findet!

Wie fällen wir die Wahl für unseren Eröffnungstanz?

Der Hochzeitstanz. Oft wird er auch „Eröffnungstanz“ genannt, da das Paar damit den formalen Teil der Hochzeit beendet und den Tanzabend eröffnet. Doch wie fällt ihr nun die Wahl für euren Eröffnungstanz? Dafür sind drei Faktoren von essenzieller Bedeutung: Stil, Tempo, Musikgeschmack. Denn kein Hochzeitstanz kommt ohne Musik aus, nicht wahr? Nun, gehen wir doch einmal auf die Faktoren etwas genauer ein. Als Erstes: Der Stil.

Der Stil – welche Stilrichtung eignet sich für uns am besten?

Grob gesagt eignet sich der Stil am besten für euch, der euren Interessen am meisten entspricht. Vielleicht habt ihr schon einmal von der Unterteilung der Tänze in die beiden Gruppen Latein und Standard gehört? Wenn nicht, hier habt ihr eine kleine Übersicht über die Charakteristika: Lateinischer Stil ist sehr körperbetont, wird meist eng zusammen getanzt und die Musik ist oft sehr rhythmisch. Mit einem etwas geschulteren Ohr hört man meist sehr schnell, ob es die Musik eines Lateintanzes ist. Zu diesem Stil gehört zum Beispiel der Mambo oder der Tango. Die Stilrichtung Standard ist dazu im Gegenzug eher konservativ und klassisch. Filme, die in alten Ballsälen spielen, zeigen oft den Wiener Walzer mit Frauen in pompösen Kleidern, einer geraden Körperhaltung und mehr Abstand zu ihren Tanzpartnern. Neben dem Wiener Walzer gehört beispielsweise auch der Jive dazu. Wenn ihr mehr darüber erfahren möchtet, haben wir euch hier den Beitrag „Wie finde ich den passenden Tanzstil für mich?“ hinterlegt!

Tempo und Schnelligkeit

Ähnlich wie beim Tanzstil könnt ihr euch auch hier wieder fragen: Was mögen wir lieber? Langsame oder schnelle Tänze? Tempo und Schnelligkeit entscheiden nämlich definitiv über den Tanz der Tänze. Wenn ihr ein Paar seid, das den feurigen Salsa wegen seines Tempos und seiner Rhythmik ins Herz geschlossen hat, so wird sich ein klassischer, etwas steiferer Wiener Walzer wohl eher unpassend anfühlen. Liebt ihr ein hohes Tempo und den Jive, wird Rumba euch wohl auch eher weniger interessieren. Und natürlich kommt es nicht nur auf einzelne Geschmäcker, sondern auch auf euer Können an! Auch wenn wir hier bei Tanzguru nach der Philosophie leben, dass jeder Mensch tanzen lernen kann, so ist es an einem der wichtigsten Tage eures Lebens natürlich auch wichtig, dass ihr sicher und gefestigt auf den Füßen steht und euch nicht übernehmt. Schließlich wäre ein Tanzunfall gerade an einem solchen Tag mehr als unschön. Also entweder früher anfangen tanzen zu lernen oder einen etwas langsameren Tanz wählen. So könnt ihr euch dafür auch auf erweiternde Figuren konzentrieren und euren Tanz so komplettieren. Beachtet also Tempo und Schnelligkeit!

Musik – euer Geschmack zählt!

Ein bisschen ist es ja schon durchgedrungen. Euer Musikgeschmack zählt ebenfalls! Denn was bringt die Choreografie für einen der schönsten Tänze, wenn ihr sie nicht vollkommen genießen könnt – weil Elvis aus den Musikboxen plärrt, ihr aber doch lieber Nirvana hört? Eben, nichts. Daher müsst ihr euch absprechen. Welche Musik mögt ihr? Könnt ihr euch auf ein Lied einigen oder soll es ein Remix werden? Die richtige Musik ist wichtig, ihr sollt euren Tanz genießen können. Was werdet ihr wählen? Euer Geschmack zählt!

Die Tanzmusik – was darf es sein?

Die Frage nach eurem Musikgeschmack ist der erste Schritt. Er sollte die Musik auf – wenn möglich – ein Genre festlegen. Doch wie geht man nun weiter vor? Wie entscheidet man sich nun für die richtige Tanzmusik? Es ist der Hochzeitstanz, versuchen wir daher einen Weg zwischen klassisch und unserem eigentlichen Musikgeschmack zu finden? Oder begeben wir uns komplett auf die moderne Schiene? Wie ihr euch auch entscheidet, eins sollte euer Hochzeitstanz immer schaffen: Emotionen wecken und Erinnerungen schaffen! Lest nun ein paar Tipps zu den verschiedenen Möglichkeiten:

Der Klassiker: Walzer

Das Kleid der Frau raschelt, der Herr im schwarzen Anzug dreht die Dame mit einem eleganten Schwung zu sich ein und das Paar schaut sich verliebt in die Augen. So stellt man sich doch die typische Hochzeit eines jeden Kinostreifens vor. Das Orchester spielt dabei die getragene Melodie des Walzers und die Augen der Gäste sind gebannt auf die Brautleute gerichtet. Der Walzer ist halt schlicht und ergreifend der Klassiker des Hochzeitstanzes. „At this moment“ von Micheal Bublé wäre da ein möglicher Song. Er eignet sich hervorragend für einen langsamen Walzer. Das weltberühmte Lied „Que Sera Sera“ von Doris Day sowie „That’s amore“ von Dean Martin eignen sich ebenfalls als klassische Lieder für euren Hochzeitstanz. Für noch etwas mehr Romantik ist auch „Can you feel the love tonight?” von Elton John als klassisches Hochzeitslied zu empfehlen!

Wenn es etwas Modernes sein soll

Ihr sucht doch nach der Moderne in der sonst eher traditionellen Hochzeitsvorbereitung? Dann schaut doch nach entsprechend modernen Liedern für euren Hochzeitstanz! Moderne, zeitgemäße Lieder lockern jede Veranstaltung im Handumdrehen auf. Hochzeitstanzlieder der Moderne für einen Walzer sind zum Beispiel „Perfect“ von Ed Sheeran, „A Thousand Years“ von Christina Perri oder auch die „Official Opening Credits“ von Game of Thrones! Wenn ihr jedoch ganz von der „traditionellen Hochzeit“ weggehen möchtet, wollt ihr vielleicht einmal in Lieder wie „Marry You“ von Bruno Mars für einen Jive, „Tage wie diese“ von den Toten Hosen für einen Blues, Foxtrott oder Rumba oder in „Lieblingsmensch“ von Namika für einen Cha Cha Cha reinhören. Dies sind alles Lieder, die super zu einem modernen Hochzeitstanz passen, wenn es nicht unbedingt der Walzer sein soll.

Schöne Erinnerungen aufleben lassen

Die oberen zwei Möglichkeiten bieten eine tolle Auswahl.  Man kann seinen persönlichen Geschmack einfließen lassen und so der Hochzeit einen ganz persönlichen Schliff geben. Doch wenn ihr noch etwas persönlicher werden möchtet: Habt ihr schon einmal an ein Lied gedacht, das euch an einen gemeinsamen Moment mit eurem liebsten Menschen erinnert? Diese Songauswahl ist bei den Brautleuten ebenfalls sehr beliebt, denn es werden nicht nur unvergessliche Erinnerungen geschaffen, sondern auch an alte erinnert. Romantisch! Vielleicht erinnert ihr euch ja noch an den Song, der in der Bar lief, als ihr euch das erste Mal gesehen habt? Oder die Musik, die lief, als ihr euch das erste Mal geküsst habt? Vielleicht habt ihr auch an einem Abschlussball zueinander gefunden und genau DAS Lied, das ganz am Ende lief, wollt ihr nutzen? Musik mit Erinnerungen ist eine wunderbare Möglichkeit, sich an Vergessenes zu erinnern! Denn wer kennt es nicht: Musik hat die Gabe verschollene Gedanken wieder an die Oberfläche zu holen! Eine prima Gelegenheit für eure Eröffnungstanzmusik!

Der Hochzeitstanzstil ist gefunden – doch wie machen wir nun die Vorbereitung?

Ihr seid euch einig geworden, welchen Hochzeitstanzstil ihr tanzen wollt, ihr habt euch auf Musik geeinigt und die Vorbereitung ist im vollen Gange. In eurem Vorbereitungsplan habt ihr euch jetzt Zeit für euren Hochzeitstanz genommen. Doch wie geht das jetzt alles? Was muss beachtet werden? Schließlich wollt ihr einen schönen Tanz zu eurem machen. Wo fangt ihr an?

Choreografie: Fragt in Tanzschulen nach!

Der erste Schritt sollte in verschiedene Tanzschulen sein! Viele Tanzschulen bieten die Choreografie für euren Hochzeitstanz an. Dabei werdet ihr von professionellen Tanzlehrern über mehrere Wochen hinweg begleitet. Sie achten auf Haltung, Technik und allgemeines Aussehen. So bekommt ihr nicht nur eine Choreografie für euren Eröffnungstanz, sondern auch eine für euch Passende dazu! Die Tanzschule kreiert den Tanz nach euren Wünschen und Können, nachdem sie mit euch über bisherige Tanzerfahrung, Fitness und Rhythmusgefühl gesprochen hat. So bekommt die Tanzschule ein erstes Bild von euch und kann euch den richtigen Ansprechpartner zur Verfügung stellen.

Freestyle: Slow Dance, Discofox & Co.

Ihr wollt keine Choreografie? Das seid einfach nicht ihr? Dann gibt es für euch immernoch die Möglichkeit frei nach Schnauze zu einem langsamen Song eng aneinander geschmiegt über die Tanzfläche zu schweben. Auch das könnt ihr wunderbar zu Hause im Wohnzimmer proben. Einfach mal Augen zu, Gefühl an, und euch davon leiten lassen. Das ist euer Moment! Diejenigen unter euch, die es etwas schneller mögen, können auch in einer Tanzschule vorab die Grundschritte des Discofox lernen und dann schwungvoll im Freestyle über das Parkett fegen. So kommt direkt Party-Stimmung auf. Ihr seht also – es gibt viele Möglichkeiten. Eine passt ganz sicher zu euch.

Damen und Absatzschuhe

Es ist nicht abzustreiten: Absatzschuhe machen eine tolle Figur. Mit ihnen steht die Braut gerade und hat eine elegante Haltung. Zumindest nach einer ersten Eingewöhnungsphase. Deshalb sollte die Dame unbedingt daran denken auch einmal die Absatzschuhe zum Tanzen anzuziehen. So bekommst du schon einmal ein besseres Gefühl, was dich auf der Hochzeit erwartet. Auf hohen Absätzen laufen zu können ist zwar eine gute Grundvoraussetzung, aber das eigentliche Tanzen mit Highheels ist noch einmal etwas völlig anderes. Also liebe Damen, packt die Absatzschuhe ein! Eure Füße werden euch die Eingewöhnung danken! Alternativ, gibt es natürlich auch die bequeme Variante – die flachen Hochzeitsschuhe. Wenn wir der Wahrheit mal ins Auge blicken: mit dieser Variante steht der Party bis in die Morgenstunden nichts im Wege ohne dass die Braut mit Schmerzen von der Tanzfläche schleicht. Ein Kompromiss: Highheels für den offiziellen Teil, flache Schuhe für die Party danach.

Hochzeitstag – und nun? Ein Ablauf zur Unterstützung am großen Tag

Der große Tag ist da. Und nun? Hier möchten wir dem Brautpaar noch einen Ablauf an die Hand geben. Wir wissen, dass eine Hochzeit hektisch werden kann, auch wenn man noch so viel geplant und Puffer eingebaut hat. Hier wollen wir erklären, welche Abfolgen es geben kann. Denn es gibt die klassische Abfolge, eine britische und eine amerikanische Abfolge, die wir sie aus den Filmen kennen. Wir von Tanzguru klären auf!

Die klassische Abfolge der Tänze

Die klassische Abfolge der Tänze ist die deutsche Variante. Zuerst zeigt das Brautpaar den Eröffnungstanz, anschließend kommt der Tanz mit den eigenen Eltern. Nach den beiden Tänzen tauschen die Brautpaareltern und Braut und Bräutigam tanzen mit den Schwiegereltern. Als Letztes der Abfolge werden alle Gäste auf die Tanzfläche gebeten und die allgemeine Tanzparty beginnt.

Typisch Britisch – so machen es die Engländer

Wer gerne eine andere Tradition annehmen möchte, der könnte sich an der Abfolge der Engländer orientieren. Zuerst tanzt auch hier wieder das Brautpaar und zeigt den (einstudierten) Eröffnungstanz. Doch anstelle mit den eigenen Eltern zu tanzen, wird danach der Bräutigam aufgefordert mit den Brauteltern zu tanzen. Typisch britisch wird der dritte Tanz der Abfolge dann mit den Eltern des Bräutigams getanzt. Englisch die Hochzeit zu feiern bedeutet also, dass nicht mit den eigenen Eltern getanzt wird. Wo jedoch wieder die Brücke der Ähnlichkeit zu der deutschen Abfolge geschlagen wird, ist der Teil der Tanzparty. Nach den drei offiziellen Tänzen in britischer Reihenfolge wird nun die Tanzfläche für alle Gäste freigegeben.

Der Vater-Tochter-Tanz nach amerikanischem Vorbild

Um die Hochzeit ganz nach amerikanischem Vorbild zu gestalten, wird die Abfolge der Tänze auf zwei offizielle Tänze gekürzt. Zuerst tanzen Vater und Tochter den gerne im Film verwendeten „Vater-Tochter-Tanz“ und schwingen zusammen das Tanzbein. Anschließend überreicht der Vater die Tochter an den Bräutigam und das Brautpaar tanzt den eigenen Hochzeitstanz. Damit ist der offizielle Teil der Hochzeit vorbei und es werden alle Gäste auf die Tanzfläche gebeten. Die Tanzparty beginnt!

Und noch ein kleiner Tipp: Wenn ihr wisst, dass Familienmitglieder oder Freunde gerne tanzen, fragt sie vorher, ob sie direkt nach dem Startschuss der Tanzparty auf die Tanzfläche gehen. So lassen sich die anderen Gäste leichter motivieren und keiner hat das Gefühl allein vorne zu stehen, was den ein oder anderen Gast abschrecken könnte.

Denkt außerdem auch daran vorher alles mit euren Eltern zu klären! Schließlich sollen sie sich nicht überrumpelt fühlen.

Und zu guter Letzt: Tipps gegen Nervosität!

Euer großer Tag ist gekommen. Doch die Nervosität schlägt zu. Am besonderen Tag können die Nerven schon einmal brach liegen. Aufregung, Angst, Vorfreude, alles kommt zusammen. Und nun? Als aller erster Tipp: Atmen! Einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Es wird alles gut gehen. Sucht euch eine vertraute Person (die selbst nicht aufgeregt ist) und lasst euch sonst gut zureden. Wenn jemand selbst ruhig und ausgeglichen ist, färbt diese innere Ruhe schnell auf einen selbst ab. So besiegt ihr die Nervosität in Nullkommanichts!

Was noch?

Wenn ihr noch mehr über Tänze erfahren möchtet – vielleicht, um eine Auswahl für euren eigenen Hochzeitstanz treffen zu können – oder um dein Tanzwissen zu vergrößern, schau doch mal in unserem TanzWiki vorbei! Dort haben wir dir Informationen rund um die Tanzwelt zusammengestellt. Falls ihr mit eurer Vorbereitung schon weitergekommen sein solltet, könnt ihr auch unsere Suchfunktion nutzen, um eine Tanzschule in eurer Nähe zu finden!

Wir von Tanzguru wünschen viel Spaß beim Tanzen und eine glückliche Ehe!

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