Merengue – ein sinnlicher Tanz mit Geschichte

Merengue. Kein Tanz hat so eine Entwicklung durchlaufen wie er. Der sinnliche Tanz mit Hüftschwung begann sich während der 1920er Jahre in der Dominikanischen Republik zu etablieren. Damals noch mit dem Ruf behaftet zu anzüglich zu sein, eroberte der Merengue die Herzen der Tänzer jedoch nur ein Jahrzehnt später im Sturm, nachdem der damalige Herrscher der Dominikanischen Republik die Merengue-Musik zur Nationalmusik erklärte. Der Tanz mit dem sinnlichen Hüftschwung verbreitete sich danach rasant und wurde von Einwanderern in die Vereinigten Staaten gebracht. Durch die unterschiedlichen Lebensweisen innerhalb der USA nahm der Merengue weitere Stile an und es entwickelten sich unter anderem der New York Style und der L.A. Style. Mit der Zeit kamen nicht nur mehr Stile, sondern auch weitere Genres dazu. So adaptierte die Pop- und die HipHop-Musikszene den Merengue und begründeten damit den Merengue-Pop und den Merengue-HipHop in den 1960er Jahren. In den 1980er Jahren schwappte die Welle des Merengue dann auch zu uns nach Europa über und wird seitdem von vielen Tanzschulen unterrichtet. Manche Tanzschulen haben sich dabei auf eine bestimmte Stilrichtung spezialisiert, andere Schulen unterrichten Kombinationen. Finde hier auf unserer Plattform den Tanzkurs, der zu dir passt!

Hüftschwung nicht vergessen! Der Grundschritt des Merengue

Der Grundschritt des Merengue besteht aus ganz kleinen Schritten, die mit Hilfe des für die Lateintänze bekannten Hüftschwungs verbunden werden. Der Merengue ist klassischerweise ein Paartanz, der auf kleiner Fläche getanzt wird. Der Fokus liegt dabei auf der Fußtechnik und dem Hüftschwung. Der Oberkörper bleibt ruhig und folgt dem Körper. Das Tempo des Merengue ist schnell – die Drehungen werden jedoch langsam ausgeführt. In den moderneren Versionen werden auch vielfältige und imposante Figuren eingebaut, die teilweise sogar aus dem Salsa entlehnt oder gar ganz übernommen werden. Den Grundschritt des Merengue zu erlernen ist auch absolut nicht schwer. Auch wenn du zu Beginn vielleicht noch kein Profi des Hüftschwungs bist und dieser noch nicht zu deinen Stärken zählt – mit einem Merengue Kurs und einem erfahrenen Tanzlehrer hast du den Dreh schnell raus!

Denn eigentlich ist der Hüftschwung nur eine Akzentuierung, die durch einen Knicks mit deinem linken, bzw. rechten Knie zustande kommt. Die Füße der Partner stehen leicht versetzt in einer geschlossenen Tanzhaltung. Die Führung durch den Herrn geht dabei von den Oberschenkeln aus. Durch diese meist sehr enge Tanzhaltung und den charakteristischen Hüftschwung bekommt der Merengue seine sehr sinnliche Ausstrahlung. Den Grundschritt für die Dame kannst du dir also wie folgt vorstellen: Mit dem linken Fuß geht sie einen Schritt nach links und zieht den rechten Fuß nach. Dadurch bewegt sich die Hüfte und der Hüftschwung entsteht. Diese Figur wiederholt sich dann immer wieder und folgt auch recht schnell aufeinander. Für die Herren sieht das Ganze nicht erheblich anders aus. Die Schritte der Dame werden einfach nur gespiegelt. So entsteht auch beim Herrn der Hüftschwung.

Auch wenn dir der Tanz auf den ersten Blick wahrscheinlich viel zu schnell erscheint – nach der ersten Merengue Tanzstunde wirst du das Grundprinzip beherrschen und dich an das Tempo gewöhnen! Wenn du nun eine Schnupperstunde buchen möchtest, dann nutze gern unsere Filterfunktion für Tanzkurse. Mit ein paar Klicks kannst du bei uns den passenden Merengue Kurs in deiner Umgebung finden. Wir kooperieren mit Tanzschulen in der gesamten Bundesrepublik – bestimmt ist auch ein passendes Tanzstudio bei dir um die Ecke dabei. Ab und zu werden von Tanzschulen auch Merengue-Events angeboten, bei denen ausschließlich Merengue Musik gespielt wird.

Rhythmisch, schnell, hispanisch: Die Merengue-Musik

Wie erkennst du die Merengue-Musik? Und was sind die besonderen Merkmale, an denen du den Merengue Tanz ausmachen kannst? Beginnen wir einmal mit dem Rhythmus. Er beruht oft auf einem 2/4-Takt, wodurch der schnelle Rhythmus der Musik noch einmal verstärkt wird. Die Güira, ein Instrument der lateinamerikanischen Musik und zentrales Element der Merengue-Musik, setzt dabei die Zeitstempel. Klaviere, Blechblasinstrumente und Akkordeons sind auch Bestandteile der Musik, die beim Merengue die Melodie tragen und voranbringen. In moderneren Liedern vom Ende des 20. Jahrhunderts sind außerdem noch Saxophone, Tambora und Güira zu finden. Und wer sich vor dem bevorstehenden Tanzabend voller lateinamerikanischer Klänge noch einmal vergewissern will, der findet auf YouTube und weiteren Plattformen zum Musikstreaming noch Beispiele wie sich die hispanische Musik anhört. Damit steht doch einem Abend voller Musik, Tanzen und Spaß nun nichts mehr im Weg!