Bachata ist ein Tanz aus der Dominikanischen Republik. Er entstand dort in den 1960ern und entwickelte sich aus einer Form des kubanischen Boleros. Ursprünglich war Bachata nicht als Tanz, sondern als Musik gedacht, ist Bachata heute einer der beliebtesten Tänze aus dem lateinamerikanischen Raum, der in den letzten Jahren auch in Deutschland rasant an Popularität gewonnen hat. Der beliebte Tanz setzt dazu noch auf Einflüsse des Merengue. Bachata gehört dabei auch zu den erotischsten Tänzen, da er normalerweise sehr eng und hüftbetont getanzt wird. In Europa wird teilweise auch eine Abwandlung getanzt, die auf etwas mehr Körperabstand, aber dafür auch auf die Einbindung von Figuren setzt. 2005 wurde erstmals eine Bachata-Weltmeisterschaft ausgerichtet, die sich sehr auf eine showorientierte Aufführung von Bachata fokussierte.

Der Tanz mit Klasse: Bachata

Trotz seiner heutigen Beliebtheit hatte der Bachata nicht immer eine große Anhängerschaft. Im Gegenteil: Der Tanz mit Klasse war in den 1970 und 1980er Jahren eher ein Tanz der Klasse. Bachata wurde nämlich als vulgäre Musik der Unterschicht der Bevölkerung angesehen und mit Nicht-Sittsamkeit, Kriminalität und Armut assoziiert. Bachata war damals also das lateinamerikanische Äquivalent zum amerikanischen Rock’n’Roll, der zu Beginn ebenfalls verpönt war. Der heutige Tanz mit Klasse wurde im Vergleich zum Salsa oder Merengue verhältnismäßig wenig im Radio gespielt und wurde eher ignoriert. Um 1990 herum änderte sich dann die Einstellung zum Bachata und der körperbetonende Tanz wurde in den Fokus der Tänzerinnen, Tänzer und der breiten Öffentlichkeit gerückt. Denn 1992 gewann Juan Luis Guerra, ein Sänger, Gitarrist und Komponist aus der Dominikanischen Republik, mit seinem Album „Bachata Rosa“ einen Grammy. Danach wurde der Kulttanz auch von der gehobeneren Klasse wahrgenommen und nicht mehr nur als vulgärer Tanz abgestempelt, sondern als lateinamerikanischer Kulttanz mit Einflüssen des Merengue.

Bachata – wie der Tanz Deutschland im Sturm eroberte

Die Welle über den großen Teich kam Ende der 1990er und Anfang der 2000er in Deutschland an. 2004 schaffte das Lied „Obsesión“ das Klettern auf Platz 1 der Media-Control-Single-Charts. Der erfolgreiche Song der Gruppe Aventura enthielt dabei Elemente des R&B und des Pops, was enorm zur Popularität des Liedes und damit auch zur Steigerung der Anerkennung in Deutschland beitrug.

Toby Love, ein ehemaliges Mitglied der Aventura, ist sogar dafür bekannt, seine Bachata Songs mit R&B und Crunk, einem Subgenre des Hip-Hops, zu mischen. Dieser Stil entwickelte sich zu einer eigenständigen Musikrichtung des Bachata, die mittlerweile auch Reggaeton als Einfluss zählt und den Namen „Bachata-Urban“ trägt.

So entwickelte sich binnen eines halben Jahrhunderts ein Tanz der Klasse zu einem Tanz mit Klasse. Verschiedene Epochen, Menschen und Orte beeinflussten den heute so beliebten Bachata mit der engen Körperhaltung und dem erotischen Hüftschwung.

Was darf’s sein? Dominikanischer Bachata oder Bachata Sensual?

Natürlich hat auch dieser Tanz verschiedene Interpretationen zu bieten. Der Dominikanischer Bachata ist dabei der Klassiker und der Ursprung des Bachata aus dem sich nachher die unterschiedlichen Versionen abgeleitet haben. Der Bachata Sensual ist dabei ein weiterer Ableger des so beliebten dominikanischen Bachata. Entwickelt wurde er von Korke und Judith, zwei professionellen Bachatatänzern, in der Hafenstadt Cádiz im spanischen Andalusien. Dabei zählt er zu den absoluten Trends, wenn es um andere Versionen des Bachata geht. Der Bachata Sensual gilt nämlich – wie der Name schon verrät – als besonders sinnlich. Kennzeichnend für diesen Stil die sogenannten „Body Waves“, wellenartige Bewegungen des gesamten Körpers. Dabei werden Drehungen und Einzelfiguren in die Body Waves eingebaut. Die Führung des Herrn kommt von seinem ganzen Körper. Die Hand, das Bein, der Fuß oder auch der Kopf geben die Führung an. Die im Bachata Sensual genutzte Musik ermöglicht dabei elegant ausgeführte Wechsel zwischen schnellen und langsamen Abschnitten im Tanz.

Wie Du also siehst, der Bachata ist ein vielfältiger Tanz mit einer abenteuerlichen Geschichte. Dominikanischer Bachata wird mittlerweile weltweit gerne getanzt und die meisten Tanzschulen unterrichten ihn nicht nur in einer Version, sondern stellen ein breitgefächertes Angebot zur Verfügung. Wenn Du nun Bachata erlernen möchtest, um bei der nächsten Party die Tanzfläche stürmen und rocken zu können, dann nutze doch gerne unsere Suchfunktion und schaue nach, welcher Bachatakurs in deiner Stadt angeboten wird.. Wir kooperieren mit vielen verschiedenen Tanzschulen in ganz Deutschland, um für dich den passenden Kurs in der für dich perfekten Tanzschule in deiner Nähe zu finden. Für alle, die auch schon nach der nächsten Gelegenheit zum Tanzen suchen, haben wir auf unserem Blog eine Liste mit den fünf besten Bachata-Festivals zusammengestellt. Dort gibt es nicht nur Tanzpartys, sondern auch ausgewählte Workshops mit handverlesenen Profitänzern und Tanzlehrern. Und falls dich lateinamerikanische Tänze im Allgemeinen interessieren, kannst du hier noch alles zu Salsa und Merengue nachlesen und wo man in Düsseldorf und Köln am besten Salsa tanzen gehen kann.