Mit der Frage bist du nicht allein

Glaub mir. Diese Frage hat sich Jeder, der schon einmal mit dem Tanzen beginnen wollte, gestellt. „Wie finde ich den passenden Tanzstil für mich?“ Welchen Tanz sollte ich lernen? Was passt am besten zu mir? Walzer? Cha-Cha? Oder doch was Modernes wie Zumba? Oder lieber so wie Oma und Opa Rock’n’Roll tanzen können?

Im heutigen Dschungel der Tanzstile kann man schnell den Wald vor lauter Bäumen übersehen. Doch wie findest du nun den passenden Tanzstil? Auch wenn es sehr klischeehaft klingt, aber das weißt du am besten! Es hängt von deinem persönlichen Geschmack ab. Wir haben dir hier eine Checkliste mit 5 Punkten zusammengestellt, die dich anhand von Fragen zu deinem persönlichen Tanzstil geleiten soll.

1. Warum möchtest du Tanzen lernen?

Tanzen auf einer Hochzeit

Zuerst solltest du dir die Frage stellen, warum du überhaupt tanzen lernen möchtest. Bist du zu einer Hochzeit eingeladen oder steht vielleicht sogar schon deine Eigene bevor? Dann wäre ein Hochzeitscrashkurs eine sinnvolle Art der Vorbereitung. Dort lernst du noch einmal sämtliche Tänze, die auf einer Hochzeit gefragt sind: Walzer für den offiziellen Teil und Disco Fox für die Party im Anschluss. Eignet sich übrigens auch gut für deinen Abiball! Als Hochzeitspaar möchtet ihr eventuell auch eine eigene Choreographie nur für euch haben? Viele Tanzschulen bieten auch das Gestalten einer individuellen Choreo für euren besonderen Tag an. Schau doch mal hier vorbei. Dort musst du nur noch nach deiner Stadt suchen, um deine Tanzschule zu finden.

Tanzen auf dem Schützenfest

Wenn es nicht die nächste Hochzeit ist, bei der du gerne dein Tanzbein schwingen möchtest, ist es vielleicht das Schützenfest in deinem Heimatort! Die Zeit des Schützenfestes ist in vollem Gange. Und welcher Tanz ist hier am meisten gefragt? Natürlich Disco Fox! Von Tanzlehrern für Standard- und Lateintänze auch mal gerne als „Schützentanz“ bezeichnet, ist Disco Fox der Klassiker unter den Tänzen für das Schützenzelt. Man kann den Tanz nämlich zu fast allen Liedern tanzen, die im Zelt gespielt werden. Disco Fox ist eben ein echter Allrounder. Tatsächlich werden auch Crashkurse angeboten, die perfekt auf das Schützenfest vorbereiten. Innerhalb weniger Tage lernst du die Grundschritte und auch die ersten Figuren. Perfekt zum Angeben! Hier kannst du nach deiner Stadt suchen.

Tanzen für die Fitness

Suchst du nach einem Tanzkurs, um deine allgemeine Fitness zu verbessern, eignet sich tatsächlich jeder Tanzstil auf seine ganz bestimmte Weise dafür. Tanzen stärkt das Gedächtnis und die Augen-Hand-Koordination. In Tänzen wie Hip-Hop oder Jazz werden zudem auch noch soziale Fähigkeiten vermittelt, während Ballett Leistungsbereitschaft fördert.

Möchtest du deine allgemeine Fitness verbessern, ist ein Tanzstil für Ausdauer keine schlechte Idee. Zumba zum Beispiel ist ein Tanzstil, der moderne Tanzschritte mit Cardio verbindet und dich schnell zum Schwitzen bringen kann.

Wenn du deinen Grund nun kennst, der dich in eine der vielen Tanzschulen treibt, dann kannst du nun zum zweiten Punkt der Checkliste übergehen.

2. Einzelkämpfer oder Rudelmensch? Solo oder Gruppe!

Tanzen in der Gruppe

Auch das solltest du mit in deinen Auswahlprozess miteinbeziehen! Bist du lieber in einer Gruppe und brauchst eine Gruppe Menschen um dich herum, um dich so wirklich wohl zu fühlen? Dann ist vielleicht Jazzdance oder Stepptanz etwas für dich. Dort lernst in einer Gruppe und übst je nach Tanzschule auch eine Choreographie für euren nächsten Auftritt.

Alleine tanzen

Hast du aber eher keine Lust auf eine Gruppe in der immer mal wieder jemand fehlt und die Choreo dann nicht vorankommt, ist ein Einzeltanz vielleicht das Richtige. Beim Ballett trainierst du deinen Körper bis in jede Faser und bist dabei von niemandem abhängig. Höchstens beim Pas de Deux.

Mit Partner tanzen

Wenn du aber eher so ein Mensch dazwischen bist, dann ist ein Paartanz etwas für dich. Du musst dich – bis auf deinen Tanzpartner – auf niemanden verlassen. Vielleicht kannst du mit deinem Partner hin oder du schnappst dir deine beste Freundin. Natürlich kannst du auch alleine hingehen. Warum du das unbedingt auch mal machen solltest, kannst du hier nachlesen! Sobald du das für dich entschieden hast, dann können wir zum nächsten Punkt übergehen!

3. Welchen Tanzfilm magst du am liebsten?

Diese Frage soll dir helfen, welche Kategorie der Tänze zu dir passen könnte. Versetze dich dazu in die folgende Situation: Du schaust einen Tanzfilm. Welcher ist es? Vielleicht Dirty Dancing? Footloose? Oder doch Flashdance? Basierend darauf kannst du nämlich schon eine weitere Eingrenzung schaffen. In Dirty Dancing werden Mambo, Merengue und Cha Cha getanzt, in Footloose Rock’n’Roll und Lindy Hop und in Flashdance stehen neben Frauenpower die einzigartigen Solodarbietungen. Verstehst du auf was wir herauswollen? Die Tänze gehören jeweils unterschiedlichen Genres der Tanzstile an.

Während Mambo, Merengue und Cha Cha zu den Lateintänzen gehören, sind Rock’n’Roll und Lindy Hop Standardtänze. Lateintänze werden meist mit sehr viel Energie und Leidenschaft getanzt. Standardtänze tragen da eher noch das Image eher kühl zu sein und zur Etikette der gehobenen Upper Class im 19. Jahrhundert zu gehören, die am Samstagabend gerne ein Ballhaus besuchen. Oder eben Aschenputtel.

Je nachdem, welche Tänze in welchem Tanzfilm du mit mehr Passion und klopfendem Herzen verfolgst, tendierst du wohl eher zu einem der beiden Tanzstile. Wenn du doch lieber die Solodarstellungen verfolgst, solltest du vielleicht einmal über einen Tanzstil nachdenken, der (zum größten Teil) aus Soli besteht: Zumba, Hip Hop, Jazz oder Ballett sind da die Klassiker. Und ganz nebenbei: In unserem TanzWiki haben wir dir auch schon ein bisschen zu den kultigen Tanzfilmen erzählt. Schau doch gerne mal vorbei!

4. Welche Musik hörst du gerne?

Ja, auch dein Musikgeschmack hilft dir bei der Auswahl des für dich passenden Tanzstils. Beim letzten Punkt auf unserer Checkliste möchten wir, dass du über deine persönliche Lieblingsmusik nachdenkst: Charts? R’n’B? Jazz? Wenn du ein eingefleischter Rock’n’Roll Hörer bist, der jeden Elvis Song rückwärts singen kann, wirst du wohl eher weniger zu den neuesten Beats durch das Tanzstudio hüpfen wollen. Neugier gestehen wir dir natürlich trotzdem zu! Beim Tanzen geht es schließlich auch um das Ausprobieren und Versuchen.

Generell dürfen wir wohl aber trotzdem sagen, dass Menschen mit einer Vorliebe für schnelle Musik auch eher Tänze mit schneller Musik bevorzugen. Genauso wie auch andersherum Menschen mit langsamen Songs in der Spotify Playlist wohl eher einen langsamen Takt im Tanz bevorzugen. Klingt einleuchtend, nicht wahr?

5. Zu guter Letzt:

Zu guter Letzt möchten wir dir noch eins mit auf den Weg geben: Tanzen ist Freude! Und jeder soll daran teilhaben. Beim Tanzen soll man Neues lernen. Also versuche auch gerne einmal etwas Neues. Probiere dich aus! Da draußen gibt es jede Menge Tanzstile, die du einmal ausprobieren kannst! Ob Solo, in einer Gruppe oder mit einem festen Tanzpartner. Und wir von tanzguru.de stehen dir mit Tipps rund ums Tanzen zur Seite.

In unserem TanzWiki kannst du alles Mögliche über verschiedene Tänze lesen, dir Tricks für deine Tanzschulwahl abschauen oder nach den coolsten Tanzfestivals in Deutschland schauen. Salsa, Bachata, Merengue, Tango, Flamenco, Lindy Hop. Wir bleiben für dich immer auf dem neuesten Stand. Und mit unserer Suchfunktion findest du im Handumdrehen neue Tänze in deiner Nähe! Viel Spaß!