Die Geschichte des Kizomba

Schon seit einigen Jahren ist Kizomba in Europa sowohl als Musikrichtung als auch als Tanz populär geworden. Dessen Ursprung jedoch ist in die 1980/1990er in den portugiesisch-sprachigen Ländern Afrikas, mit Vertretern wie Angola und Cap Verde zurückzuführen. In der Stammessprache der Angolaner (Kimbundu) bedeutet Kizomba so viel wie Fest, Feiern und Party.

Anders als wir es heute jedoch verstehen würden, tanzten die Angolaner bei jeder Gelegenheit, ganz gleich ob Freude oder Leid. Es war für sie ein Weg, ihre Gefühle zu verarbeiten, vor allem während der harten Zeiten und unter dem starken Einfluss der Portugiesen, welche Angola in den 1950er Jahren als portugiesisches Staatsgebiet einnahmen.

In den 80er Jahren kam es dann zu grausamen Bürgerkriegen zwischen den kubanischen und südafrikanischen Armeen in Angola. Viele Angolaner flüchteten vor der Versklavung, Ermordungen und Ausbeutung nach Portugal, um für sich Schutz zu suchen.

Hierbei entstand das Unglaubliche: Es trafen sich die Angolaner, Capverdianer und Portugiesen zum gemeinsamen Tanz, wobei nun das Kizomba entstand.

Kizomba Tanz & Musik

Die Kizomba Musik ist eine Kombination von sinnlichen, langsamen, eindringlichen Rhythmen, eine Musik mit einem romantischen Flow. Sie entstand durch die Einflüsse der angolanischen Semba und dem Zouk, ein beliebter Tanzstil aus dem französischen Part Afrikas. Dabei werden die Liedtexte meist auf Portugiesisch gesungen; die moderne Kizomba hingegen wird auch auf englischer Sprache gesungen.

Der Tanz, welcher sich erst nach der Musik entwickelt hat, ist interessanterweise nicht im Geringsten verwandt mit Salsa. Somit ist dieser eigentlich nicht unter die Kategorie der lateinamerikanischen Tänze einzuordnen, wobei er diesen (allerdings) meist dennoch hinzugeschrieben wird.

Getanzt wird Kizomba sehr eng mit dem Partner zusammen, wobei sich das Becken von dem des Partners wegbewegt. Figuren gibt es bei diesem Tanz im Vergleich zum Salsa gar keine. Außerdem wird Kizomba auch als die „innere Tanzkunst“ bezeichnet, wobei ein sogenannter Energiefluss zwischen den Partnern entsteht, welche nach außen hin allerdings nicht gesehen kann. Um sich dieses nun besser vorstellen zu können, wird dieser Tanz auch gerne mit dem Tango Argentino verglichen, wobei die Positionen und die Haltung komplett auf den Kizomba Tanz übertragen werden können.

Um Kizomba zu erlernen, werden nur fünf Grundschritte gebraucht, die auch recht schnell erlernt werden können.

Doch was ist denn genau der Unterschied zwischen Kizomba und Urban Kiz?

Urban Kiz (auch Urban Kizomba), ist eine Untergruppe des herkömmlichen Kizombas und wird als eine moderne Weiterentwicklung bezeichnet. Jedoch muss an dieser Stelle eines klargestellt werden: Die Unterschiede zwischen dem klassischen Kizomba und dem Urban Kiz sind gewaltig. Es wird ebenfalls behauptet, dass Urban Kiz noch nicht einmal als „Kizomba“ bezeichnet werden dürfte. 

Während die Partner beim klassischen Kizomba keine großen Abstände zwischeneinander haben, ist der Abstand der Partner bei dem Urban Kiz umso größer, um die verschiedensten Variationen und Tanz-Styles zu präsentieren. Außerdem beinhaltet der Tanz mehr Technik als die klassische Variante, weshalb dieser als eine größere Herausforderung für Tänzer angesehen wird.

Neugierig geworden? Welcher der beiden oben genannten Tänze nun der Richtige für dich ist, ist ganz leicht herauszufinden: Einfach mal unsere Kursangebote durchstöbern um den nächsten Kizomba-Kurs in deiner Nähe zu finden! Außerdem bieten wir dir auch eine Auswahl an anderen Lateinamerikanischen Tanzkursen wie Salsa, Bachata und Reggaeton.