Vielleicht hast du in den letzten Jahren auch schon davon gehört: K-Pop. Ohne wie ein Eintrag in ein Online-Nachschlagewerk klingen zu wollen, aber als K-Pop bezeichnet man Popmusik aus Südkorea. Ihren Ursprung hat die Musik in den 1990ern, ihren Status als Exportschlager der südkoreanischen Wirtschaft bekam K-Pop allerdings erst in den 2000ern. Die Klänge des K-Pop sind dabei breitgefächert. Mancher der koreanischen Popmusik greifen nämlich sowohl auf elektronische Tanzmusik, R&B und Hip Hop als auch auf Folk, Country und Rock zurück. Selbst Gospel, Jazz und Reggae werden mit einbezogen. Und auf die Spitze dieses Balanceaktes zwischen all den verschiedenen Musikrichtungen werden auch noch Elemente der Klassik und traditionellen Wurzeln der koreanischen Musik gelegt. K-Pop ist also sehr experimentell, aber vergisst auch sein Zuhause nicht. Damit hat Korean Pop maßgebend dazu beigetragen, dass die zeitgenössische Musikszene auch Korea neu geformt und eine andere Dynamik bekommen hat. Eine Idolisierung der Musiker des K-Pops begann mit der Boygroup H.O.T. 1996, als die Gruppe eine ausgesprochen große Fanbase um sich scharte. Als dann im neuen Jahrtausend das Internet und später auch die sozialen Medien die Möglichkeit bat Bilder, Videos und Texte weltweit zu verbreiten, schwappte die Welle des K-Pop nun endgültig über die Grenzen Koreas hinaus und wurde weltweit eine populäre Musikrichtung. Die Band, die zuletzt auch in Deutschland von Fans hofiert wurde, ist BTS, eine Band, die den K-Pop in den letzten Jahren auch hierzulande stark etablierte.

Korean Pop: Die typischen Merkmale der Elektro Musik aus Korea

Nicht nur Audio, sondern auch Visual Effects: Die Elektro Musik aus Korea zeichnet sich durch viele visuelle Effekte in ihren Darbietungen aus. Daher wird Korean Pop Musik auch gerne als Mix aus synthetischer Musik, ausgefeilten Choreografien und ins Auge stechenden, farbenfrohen Kostümen bezeichnet. Die Tänze während der Auftritte sind dabei einmalig. Wenn du dir schon einmal einen Auftritt angesehen hast – ob live oder Fanvideo auf Instagram ist dabei egal – die Stars des Korean Pop wechseln untereinander immer wieder die Plätze und sorgen mit ihren Tanzschritten für regelrechte Kreischstürme unter den meist doch eher weiblichen Zuschauerinnen. Die Schritte werden extra auf jedes Lied der Artists abgestimmt und peinlich genau einstudiert, um auf der Bühne einen glanzvollen „Schuh auf Geläut zu legen“. Die Kostüme der Gruppen sind alle immer ziemlich farbenfroh. Doch obwohl sie alle sehr ins Auge stechen, passen die Outfits immer zueinander. Zudem wird die Elektro Musik mit Heimat in Korea nicht ausschließlich nur auf Koreanisch gesungen. Viele Bands und Gruppen rund um den Korean Pop verwenden auch immer wieder englische Phrasen, um bei der Produktion der nächsten Hit-Single auch anglophone Künstler miteinbinden zu können. So wurden für so einige Singles des K-Pop schon Produzenten und Musiker wie beispielsweise Sean Garrett und Kanye West verpflichtet.

Staatliche Unterstützung für die koreanische Elektromusik?

Während in Deutschland unabhängige Labels die Musik der Künstler eigens produzieren, vermarkten und vor allem aus eigener Tasche finanzieren, wird K-Pop in Korea tatsächlich staatlich gefördert. Vor einigen Jahren erkannte die Regierung Südkoreas nämlich das Potential der Boy- und Girlgroups. Allerdings wohl weniger wegen ihres Gesangs, sondern mehr wegen ihrer Fähigkeit, Korea über Asien hinaus bekannter, populärer und beliebter zu machen. Nach der Auffassung des Staates sollte damit die Wirtschaft durch den kommenden Tourismus angekurbelt und gestärkt werden. Und Tatsache: Die koreanische Elektromusik schlug ein wie eine Bombe und Korean Pop verbreitete sich blitzartig. Der Tourismus in Südkorea stieg an. Die Rechnung der Regierung, durch staatliche Förderung der koreanischen Elektromusik die Wirtschaft aus der Rezession zu holen, ging auf. Aber nicht nur wirtschaftliche Errungenschaften konnten durch die staatliche Unterstützung für die koreanische Elektromusik erzielt werden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten 2018 rund 190 südkoreanische Musiker in Nordkorea auftreten. Damit trägt K-Pop maßgeblich zu einer Verbesserung der Diplomatie zwischen beiden Ländern bei.

K-Pop klingt viel zu perfekt. Gibt es auch eine Schwachstelle?

Die Antwort auf diese Frage ist wohl abhängig von der jeweiligen Perspektive von der man die koreanische Elektromusik sieht. Eingefleischte Fans werden uns wohl jetzt allein schon wegen des Titels am liebsten erklären, warum K-Pop einfach nur toll ist. Aus Sicht von uns als Tänzern ist eine Schwachstelle jedoch, dass es keinen einheitlichen Tanz zu K-Pop gibt. Es gibt keinen ausgezeichneten „K-Pop-Tanz“, wie es zum Beispiel beim Jazzdance gibt. Aber K-Pop besteht ja zum Glück aus verschiedenen Tänzen. Vielleicht wäre dann eine Schnupperstunde im Hip-Hop Kurs bei dir um die Ecke genau das Richtige? Oder Jazz? Nutze gerne unsere Suchfunktion, um einen Tanzkurs zu finden, der wie für dich gemacht ist! Hier im TanzWiki haben wir dir außerdem noch viele Tipps, Tricks und Informationen rund um’s Tanzen zusammengestellt. Es soll dir als Nachschlagewerk über Tänze wie Salsa, Bachata und Tango dienen, aber auch die besten Festivals, Open Air Partys und Clubs zum abdancen vorschlagen. Wir freuen uns dir bei deiner Suche helfen zu können!