Lindy Hop. Der kleine Bruder des Charleston. Der energiegeladene Tanz hat sich in den 1920er Jahren in Harlem, New York City, parallel zur Jazzmusik entwickelt. Er ist ein wahrer Klassiker und seine Wurzeln sind neben dem Charleston auch im Jazzdance und im Stepptanz zu finden. Wirklich beliebt wurde Lindy Hop dann während der späten 1930 und frühen 1940er Jahre. Dabei wurde schon immer sowohl solo als auch im Paar getanzt. „Shorty George“ war dabei der Namensgeber dieser Tanzsportart und gilt bis heute als der wichtigsten Tänzer der „ersten Generation“ des Lindy Hops. Außerdem zählt er als Vorbild von Frankie Manning, der in den 1930ern als Tänzer, Tanzlehrer und Choreograph arbeitete. Doch während der Tanz in den Jahrzehnten danach jedoch immer seltener unter dem Namen Lindy Hop und eher unter dem Namen „Swing“ geführt wurde, wurde er in den 1980ern wieder zum Leben erweckt. Durch die Wiederbelebung des Lindy Hop kristallisierten sich auch die zwei Stile dieses Sports heraus. Es bildeten sich der Hollywood-style Lindy Hop und der Savoy-style Lindy Hop. Wenn du wissen möchtest, was die beiden Tanzstile ausmacht, dann bleib dran! In den nächsten Abschnitten haben wir dir einen kleinen Überblick zusammengestellt.

Lindy Hop im Hollywood Style

Eine der Richtungen, in die sich Lindy Hop entwickelt hat, war die Stilrichtung „Hollywood Style“. Woher dieser Name kommt? Letztendlich ist es die Lösung, die am ehesten auf der Hand liegt und die man oft vor lauter Bäumen nicht als Wald erkennen kann. „Hollywood Style“ leitet sich von der Quelle dieses Lindy Hop Stils ab: Erik Robinson und Sylvia Skylar haben nämlich berühmte Filme aus der goldenen Zeit des Swings analysiert. Sie haben dabei auf die ikonischen Tänzer dieser Lindy Hop Generation geachtet und ihr Augenmerk auf Dean Collins, Jewel McGowan und Jean Veloz gerichtet. Sie haben also im wahrsten Sinne des Wortes Hollywood studiert. Daher auch der Name „Hollywood Style“. Getanzt wird in diesem Stil eher auf einer gedachten geraden Linie. Die Körperhaltung ist krumm. Tanzlehrer verwenden gerne das Bild „auf einem Stuhl sitzen und den Oberkörper nach vorne beugen“. Daran angelehnt ist der LA-Style Lindy Hop, der durch ein paar weniger komplizierte Schritte auch einfacher zu erlernen und dadurch auch sehr gut für Einsteiger geeignet ist.

Savoy Style Lindy Hop – der flippige Hipster-Bruder

Auch beim Savoy Style Lindy Hop war die Entscheidung wohl etwas pragmatischer als du jetzt vielleicht annehmen magst. Der Name der Stilrichtung geht auf den Ort zurück, wo damals in Harlem Lindy Hop getanzt wurde: Im Savoy Ballroom. Der Name Savoy Style Lindy Hop war geboren. Doch so sehr sich die Namensgebung auch ähnelt, so unterschiedlich ist die Tanzweise der beiden Tanzstile. Der Savoy Style zieht nämlich die Charakteristika energetisch, Kreistanz und rotierend mit sich. Lindy Hop im Savoy Style ist also eher der flippige Hipster-Bruder des Hollywood Style. Frankie Manning sagte damals schon, dass es tatsächlich keinen einheitlichen Savoy-Style gäbe. Die Stilrichtung habe nur im Allgemeinen Gemeinsamkeiten, aber jeder Savoy Style Lindy Hop Tänzer habe seine ganz eigene Auffassung vom Tanz an sich. Die berühmtesten Vertreter sind neben Frankie Manning die Tänzerinnen und Tänzer der Tanz-Kompanien „The Rhythm Hot Shots“, zwei schwedischen Tanzgruppen, die sich das Ziel gesetzt haben bestmögliche Kopien der Tänze aus den Filmen der 1920er, 1930er und 1940er Jahre zu machen.

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